Heute morgen wurde ich von einem Drehorgelspieler geweckt, der gegenüber unserer Häuser den Bürgersteig entlang ging und in die Fenster winkte. Zuerst dachte ich, es wäre Kai Pflaume mit einer Liebesbotschaft - statt dessen habe ich jetzt "La paloma ohe" als Ohrwurm. AAAAAAAAAAAAAAAAHH!!!:-)
Nicht für mich. Gott sei Dank. Für Franzi. Franzi hatte nämlich am Donnerstag ihren letzten Krippentag bei den Krabbelkäfern! Rührend war es und Tränchen des Abschieds sind geflossen. Über zwei Jahre war sie regelmäßig dort; lernte, wie man die Dusche anstellt, wenn ein anderes Kind darunter steht, wie man auf Karnevalspartys tanzt, bis das Gesichtchen pink glüht, malte ihre ersten Bilder (3 blaue Striche - WUNDERSCHÖN!:-), bastelte knallrote Laternen und baute Mini-Schneemänner, besuchte den Aquazoo oder die Feuerwehr und lernte ihr erstes Schimpfwort: "Du alte Kackawurst!" Jetzt hat sie alles, was man zum (Über)Leben im Kindergarten braucht und genau der geht Mitte August los! Wir freuen uns riesig. Und danken den Krabbelkäfern für die wunderschöne Zeit und die liebevolle Betreuung. Ihr seid spitze!!
Ich muss diesen Text einfach mit diesem Wortspiell betiteln, denn genau darum geht es: Um krampfhafte Friseursalon-Namen als neckisches Wortspiel. Unzählige Wortspiele mit dem Begriff "Haare", "Hair", "Schere", "Schneiden" oder "Cut" strahlen uns als Leuchtschrift über den Salon-Eingängen entgegen. Haargenau, Haarscharf, Haircut, Hairkiller, Haart aber fair - um nur einige wenige zu nennen. Die meisten sind irgend wie öde und gewollt. Bis auf zwei Ausnahmen: Der Salon einer Freundin von mir mit dem Namen Hairlich! :-) Und der Salonname unter diesem Artikel. Bitte schaut! Ist es nicht kaum zu fassen??? Was habe ich gelacht, als ich das zum ersten Mal sah. Stundenlang - ich schwör es Euch. Und immer noch!:-)))

Das Beweisfoto folgt. Ich bei ihm auf dem Wer-Wird-Millionär-Stuhl. Doch bevor ich diesen tollen Einstieg noch mit "ohne Joker zum Millionen-Gewinn" unendlich ausschmücke, hier die uncoole Wahrheit: Ich war im Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud in Berlin. Jawohl. Unsere Gang (Franzi samt ihren Eltern und zwei Freunden) haben die Hauptstadt komplett touri-mäßig ergründet. Jaa - wenn man sich einmal der Bootstour auf der Spree hingegeben hat, verliert man alle Hemmungen, will gar nicht mehr mühsam die Szene aufspüren und genießt es völlig, mit dem Stadtplan in der Hand den Fernsehturm zu knipsen!!:-) Der Berliner Zoo durfte da natürlich auch nicht fehlen. Schon am Eingang war uns klar: Es geht uns hier nur um Knuth! Nach Stunden der Suche sind wir mit letzter Kraft bei den Eisbären angekommen. Vier Stück in einem Gehege! Alle weiß! :-) Wer ist Knuth? Wir haben "Knuhuth" gerufen und meinten zu sehen, dass einer reagiert hat. Toll. Am Ausgang erfuhren wir dann, dass Knuth auf der anderen Seite sein eigenes Gehege hat. Miese Nummer. Wo waren die Schilder für die Touristen?? Aber naja, haben uns in den Hackeschen Höfen wieder beruhigt und bei heißem Kakao und Kuchen beschlossen: Das machen wir jetzt öfter. Oder um Franzi zu zitieren: "BERLIN, BERLIN, FAHREN BERLIN!!":-)
Ich wusste es. Es ist immer so. Nach Silvester lässt sich der Januar als weiterer Wintermonat noch so einigermaßen aushalten, insbesondere durch einige wunderschöne Schneetage und einen Kurzurlaub im Badeparadies. Dann folgt Karneval. Ist auch nochmal lustig, obwohl man da schon nicht weiß, wie man sein supercooles Kostüm in der Arschkälte da draußen überhaupt in Szene setzen kann. Da hat man tagelang an einem Burner-Ding genäht und dann kommt der dicke Mantel drüber. Man fängt an, sich nach Hitze und Rio zu sehnen. Und dann hat diese ätzende Grippewelle, die laut Nachrichten wochenlang Deutschland überrollt hat, zum 18. Mal ihren Höhepunkt - und zwar zu Karneval. Wie soll man da denn lustig sein? Dann endlich wurde es kürzlich plötzlich frühlingshaft mild. Aus lauter Ekstase fuhr ich mit Franzi und Freunden OHNE MÜTZE - ich verrücktes Huhn - mit dem Rad den Rhein entlang. Jetzt sind alle total erkältet und draußen ist wieder der Winter los. Buhhhhhhh!!!
Ich hatte den gesamten Advent vor, Euch allen auf diesem Wege schöne Weihnachten zu wünschen, aber es leider nicht geschafft. Irgend wie war es dieses Jahr stressig. Ich habe mich nämlich mit Lust und Leidenschaft zum ersten Mal in meinem Leben all den Traditionen der (Vor-)Weihnachtszeit hingegeben. Und das sind ja, hat man sie erst mal alle hinter sich gebracht, ´ne ganze Menge! Allein der erste Besuch auf dem Weihnachtsmarkt: Schokofrüchte, Glühwein, Eierpunsch, Kinderkarussell, Last Christmas singen, Kakao, Bratfisch. Ekelhaft. Aber schön.:-). Es war, als würde mich der Weihnachtsmann höchstpersönlich fernsteuern. Drum herum: Adventkranz basteln, 24 kleine Päckchen für`s Patenkind kaufen, verpacken, an Mondkalender binden, Wohnung schmücken, Wunschzettel schreiben bzw. lesen, Geschenke kaufen, bestellen, abholen, einpacken, verstecken, verschenken, verschicken, auspacken, Türchen öffnen, Adventsbrunchs, andere Weihnachtsmärkte besuchen, Engel kaufen, Nikolausstiefel kaufen, Plätzchen backen, essen, Nikolaus war Zuhause, Nikolaus kam zu Omi, geschmackivoll Wichteln mit Freundinnen, Schrottwichteln mit Kumpels, Feuerzangenbowle, Weihnachtsfeiertanzen, Karten verschicken, bekommen, Baum schmücken, Kindermessen, Gans und Rotkohl. Und das ist erst die Spitze des Eisbergs. Ach ja - und natürlich "Titanic" geguckt und mich wie schon hundert Mal gefragt, warum Kate Winslet auf der riesigen Flügeltür nicht einfach hätte rüber rutschen können?!? Ich bin jetzt jedenfalls ein bisschen froh, dass alles vorbei ist. Hoffe, Ihr hattet ein tolles Weihnachtsfest und wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Grausam eigentlich - die Frage. Schlimmer noch dann die darauf folgenden, ungefragten, stundenlangen Lobeshymnen. "Also mein Kind kann dies und mein Kind kann das." Grauuuusam. Heut sind sie ja alle hochbegabt. Alle. Und die Mütter alle Frau Oberschlau. Können die Leute nicht einfach nur ne gute Zeit mit ihrem Kind haben, ohne die eigenen Komplexe mit krankem perfektionistischem Leistungsdruck auf´s Kind und sich selbst zu kompensieren (und dabei nebenbei bemerkt immer versuchen, den eigenen, widerlichen Druck auch auf andere Eltern auszuüben)? Ich könnte jetzt spontan ein ganzes, dickes Buch darüber schreiben, echt. Aber ich will Euch ja noch erzählen, dass meine Tochter Franzi mit gerade mal ZWEI Laufrad fährt. Da fällt Euch nix mehr ein, was? Die Leute, die uns entgegen kommen, sagen: "BOAAH, ich hab noch nie so ein kleines Laufrad und so ein kleines Kind auf so einem kleinen Laufrad gesehen!!" Wirklich. Ich sag dann immer: "Ja, ist wahnsinn. Ich weiß." Und gestern saß Franzi sogar auf einem ausgewachsenen Pferd. Das wildeste im Stall, hat die Besitzerin gesagt. Und Franzi hatte keine Angst. Im Gegenteil. Sie hatte Spaß satt. Ich glaube sogar, sie hat dieses wilde Pferd mit ihrer coolen Art beruhigt. Ihr wollt bestimmt noch Fotos dazu sehen, was? Na,ich deute das mal als JA, UNBEDINGT! Die Bilder folgen, man hat ja schließlich nicht 512 Pics mal eben so hochgeladen. :-)


Bei uns um die Ecke wurde kürzlich ein riesiges Einkaufszentrum eröffnet (hässliches Gebäude, aber viele Angebote) - neben einer Bücherei und einem Schwimmbad (Ein Bekannter von mir geht seitdem jeden Morgen um halb 7 dort Bahnen schwimmen. Der Klassiker. Wie die ersten Tage Fitness-Studio. Halte durch, Olli)) gibt es dort natürlich tausende von Geschäften inklusive toller Einstiegssonderangebote. Da bekommt man dann Sachen günstiger, die man vorher gar nicht gebraucht hätte.:-) Albern, ne? Ich hab natürlich auch zugeschlagen! :-))
Kennt Ihr eigentlich irgendjemanden, der diesen gecasteten Opernsänger rührend findet, so wie uns die Werbung nonstop eintrichtern will? Also ich kenne keinen und zähle selbst auch nicht dazu? Aber es wird so getan, als würde sich die gesamte Menschheit mit Tränen in den Augen in die Arme fallen, weil sie Zeitzeuge eines jenen, seltenen Momentes wurde (den es übrigens fast nur in Castingshows gibt, hier aber tausendfach), der zeigt, dass man es schaffen kann, dieses „vom Tellerwäscher zum Millionär“, wenn man nur an sich glaubt!!! Toll!!! Sicher. Also ich denke immer nur: „Oh nee, schon wieder der singende Karpfen“. Und wo wir gerade dabei sind, „Des Kaisers neue Kleider“ zu lüften: George Clooney nervt! Immer sieht man ihn, wie er über irgendwelche roten Teppiche geht und sich dabei nicht mehr einkriegt vor Lachen. „Boah ist das lustig! Näää, ich kann nicht mehr! Ich schmeiß mich weg! Ich platz gleich!“ Am besten noch Arm in Arm mit seinen allerallerbesten Freunden Brad Pitt oder Matt Damon, die sich an Georges Seite auch nur wegschmeißen vor Witzigkeit. Gekrönt wird alles nur noch mit der anschließenden Pressekonferenz, in der sich kaputtgelacht wird über die eigenen Antworten. Und noch was: George Clooney ist nicht der begehrteste Junggeselle der Welt! Er ist ein alternder, beziehungsunfähiger Hollywoodschnösel. So. Jetzt wisst Ihr es.
Folgendes erreichte mich dieser Tage von meinem lieben Bruder Thomas:
Hallo liebe Üti,
ein junger Mann geht spazieren und sieht eine verschrumpelte, faltige, kleine Frau, die glücklich in ihrem Schaukelstuhl auf der Veranda sitzt. "Entschuldigen Sie," spricht er die Frau an, "aber Sie sehen so zufrieden und glücklich aus. Was ist das Geheimnis Ihres Lebens?" Die Frau antwortet: "Jeden Tag 60 bis 80 Zigaretten, mindestens eine Flasche Schnaps, keinen Sport und jede Menge süße Männer ... und das mein ganzes Leben lang!"
"Unglaublich!" staunt der Mann, "und darf ich Sie fragen, wie alt Sie jetzt sind?"
"Neununddreißig ..."